Wie ein Zweitakt-Kettensägenmotor tatsächlich funktioniert

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Sie brauchen keinen Abschluss in Maschinenbau, um das Chaos einer gasbetriebenen Kettensäge zu respektieren. Es ist ein Werkzeug, das Respekt erfordert, vor allem weil es laut ist, vibriert und beißen kann, wenn man selbstgefällig wird. Ganz gleich, ob Sie Gestrüpp roden, Brennholz spalten oder einem Feuerwehrmann beim Bau einer Feuerschneise helfen, der Nutzen ist unbestreitbar. Aber über das Schneiden hinaus ist es auch einer der wenigen Orte, an denen die rohe Mechanik eines Zweitaktmotors mit bloßem Auge sichtbar ist.

Dies ist keine Lehrbuchlektion. Das ist ein Teardown.

Wir werden eine normale 16-Zoll-Kettensäge zerlegen. Das Ziel besteht darin, nicht mehr zu raten, wie die Magie geschieht, sondern genau zu wissen, was die Klinge zum Drehen bringt. Sie werden sehen, wie das Zündsystem, die Kupplung und das Kraftstoffzufuhrsystem zusammenwirken. Es ist praktisches Wissen. Es hilft Ihnen bei der Wartung der Maschine. Und es verhindert, dass Sie ein neues kaufen, wenn Sie das alte mit einem Schraubenzieher und etwas Geduld hätten reparieren können.

Das Herz des Biests: Der Zweitaktzyklus

Eine Kettensäge verbraucht Öl und Benzin nicht getrennt wie Ihr Auto. Es vermischt sie. Dieses Gemisch treibt den Motor an und schmiert gleichzeitig die beweglichen Teile. Das ist der grundlegende Unterschied. Zweitaktmotoren sind einfach. Sie haben wenige bewegliche Teile. Diese Einfachheit macht sie für ihre Größe so leistungsstark, bedeutet aber auch, dass sie besondere Pflege benötigen.

Wenn Sie am Starterseil ziehen, drehen Sie die Kurbelwelle manuell. Dadurch wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Zylinder gesaugt. Wenn sich der Kolben nach oben bewegt, komprimiert er das Gemisch. Dann zündet die Zündkerze. Durch die Explosion wird der Kolben nach unten gedrückt. Diese nach unten gerichtete Kraft dreht die Kurbelwelle, die die Kette dreht. Bei einem Viertaktmotor gibt es Einlass-, Kompressions-, Leistungs- und Auslasstakte. Bei einem Zweitakter erfolgen Auslass und Ansaugung im letzten Teil des Arbeitstakts nahezu gleichzeitig. Es ist chaotisch. Es ist effizient. Und deshalb riecht Ihre Kettensäge so deutlich.

Demontage des Magnetzünders: Der Funkengenerator

Das erste, was Ihnen unter der Haube auffällt, ist der Magnetzünder. Verwechseln Sie dies nicht mit dem Akku Ihres Telefons. Ein Magnetzünder erzeugt seinen eigenen Strom. Es ist nicht auf eine externe Batterie angewiesen, um den Funken zu erzeugen, der den Kraftstoff entzündet.

Im Schwungrad befinden sich Magnete. Während der Motor läuft, drehen sich diese Magnete an einer Spule aus Kupferdraht vorbei. Diese Bewegung induziert einen elektrischen Strom. Dieser Strom wird in einem Kondensator gespeichert und dann in einem plötzlichen Hochspannungsstoß an die Zündkerze abgegeben. Wenn Ihre Säge nicht startet oder schlecht läuft, ist oft der Magnetzünder die Ursache. Ein lockerer Draht oder eine gerissene Spule können den Funken zerstören.

Der Magnet erzeugt den notwendigen Funken, um das Kraftstoff-Luft-Gemisch ohne externe Stromquelle zu zünden.

Wenn Sie die Säge zerlegen, schauen Sie sich das Schwungrad genau an. Es handelt sich um das schwere Metallrad am Ende der Kurbelwelle. Es dient nicht nur dem Gleichgewicht. Es treibt den Kühlventilator an und beherbergt das Zündsystem. Wenn die Magnete ihre Kraft verlieren, wird der Funke schwach. Der Motor zündet nicht. Sie werden es als ein Zögern der Macht spüren.

Die Fliehkraftkupplung: Strom mit der Kette verbinden

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